Hidden Places, Teil 6: Spreepark – vom Riesenrad zum Park der Zukunft

Riesenrad des Spreeparks zwischen den Bäumen

Auf einen Blick

Worum es geht

Riesenrad, Eierhäuschen und neue Wege: Entdecke den Spreepark im Plänterwald zwischen Erinnerung, Baustelle und der geplanten Wiedereröffnung 2027.

Rubrik

Freizeit, Kultur, Urbanes

Veröffentlicht

26.09.2026

Mit dem Rad

Für Radthemen lohnt der Blick auf Route, Abstellmöglichkeit und aktuelle Baustellen im Umfeld.

Zwischen hohen Bäumen taucht ein Riesenrad auf, das viele Berlinerinnen und Berliner noch aus dem Kulturpark oder dem späteren Spreepark kennen. Der Ort ist heute weder klassischer Freizeitpark noch verlassener Lost Place. Er steckt mitten in seiner nächsten Verwandlung.

Teil 6 unserer Hidden-Places-Reihe führt an den Rand des Spreeparks im Plänterwald. Von öffentlichen Wegen aus siehst Du, wie Erinnerung, Baustelle und Stadtnatur ineinandergreifen. Am Eierhäuschen ist ein Teil des Areals bereits wieder erlebbar; die Eröffnung des neuen Spreeparks ist nach aktuellem Projektstand für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Ein Riesenrad zwischen Erinnerung und Neuanfang

1969 eröffnete hier der Kulturpark Plänterwald, der einzige ständige Freizeit- und Vergnügungspark der DDR. Nach 1990 lief das Gelände unter dem Namen Spreepark weiter. 2001 endete der Betrieb, Fahrgeschäfte blieben zurück und die Natur eroberte große Teile des Areals.

Historischer Autoscooter im Kulturpark Plänterwald 1983

Autoscooter im Kulturpark Plänterwald, 1983. Foto: Gerd Danigel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Gerade dieser Zwischenzustand machte den Spreepark berühmt. Doch die Geschichte endet nicht am Zaun: Das Land Berlin besitzt das Gelände seit 2014, Grün Berlin entwickelt es seit 2016 weiter. Aus dem früheren Vergnügungspark entsteht ein öffentlicher Park, in dem Kunst, Kultur, Natur und die Geschichte des Ortes zusammenkommen sollen.

Das alte Wahrzeichen bekommt eine neue Haltung

Das Riesenrad bleibt der stärkste Blickfang. Teile der alten Konstruktion wurden saniert und wiederverwendet. Neu ist das diagonal abgespannte Tragwerk am Rand eines runden Wasserbeckens. Der Radkranz mit 40 Speichen stand 2025 wieder; 2026 liefen rundherum Arbeiten an Wasserbecken, Wegen, Bepflanzung und Spielangeboten.

Spuk unterm Riesenrad

Der Kulturpark war auch Ausgangsschauplatz der siebenteiligen DDR-Kinderserie Spuk unterm Riesenrad, die 1979 erstmals ausgestrahlt wurde. Zu sehen ist dort noch das kleinere Riesenrad mit runden Gondeln. Erst 1989 wurde es zum 20-jährigen Parkjubiläum durch das spätere, 45 Meter hohe Wahrzeichen ersetzt. Die Serie machte den Kulturpark weit über Berlin hinaus zum gemeinsamen Erinnerungsort.

Auch andere Erinnerungsstücke kehren in veränderter Form zurück. Die Schwanenboote wurden aufgearbeitet, das Tassenkarussell wird als Gestaltungselement weiterleben und die ehemalige Werkhalle soll Eingang und Veranstaltungsort werden. Der neue Spreepark kopiert den alten also nicht, sondern übersetzt seine Spuren in einen anderen Park.

Spreepark im Wandel: Pionierweg, Baustellenbereich, Informationspavillon, Ausstellung, Werkhalle und Eierhäuschen im Juli 2026. Fotos: Köpenick Info.

Das Eierhäuschen ist schon wieder da

Am Spreeufer zeigt sich, wie die neue Nutzung aussehen kann. Das denkmalgeschützte Eierhäuschen wurde saniert und beherbergt seit 2024 den Spreepark Art Space mit Ausstellungen und Residenzräumen. Der Außenbereich und der Schiffsanleger verbinden den Ort wieder mit der Berliner Ausflugskultur am Wasser.

Für Deine Runde ist das Eierhäuschen deshalb mehr als ein Fotostopp. Hier kannst Du die Geschichte des Spreeparks mit dem Uferweg, dem Plänterwald und dem Blick zur Nalepastraße verbinden.

Eierhäuschen mit Turm und Spreepark Art Space

Das sanierte Eierhäuschen mit dem Spreepark Art Space, aufgenommen am 12. Juli 2026. Foto: Köpenick Info.

So entdeckst Du den Ort legal und entspannt

Start: Vom S-Bahnhof Plänterwald gelangst Du über Neue Krugallee und Pionierweg an den westlichen Rand des Areals. Eine schöne längere Variante führt durch den Treptower Park und am Spreeufer entlang zum Eierhäuschen. Fürs Fahrrad gibt es im Umfeld neue Abstellanlagen.

Wichtig: Der zentrale Spreepark ist während der Hauptbaumaßnahmen kein frei zugänglicher Lost Place. Bleib auf öffentlichen Wegen und beachte Absperrungen. Die für 2026 veröffentlichten Baustellenführungen sind beendet beziehungsweise ausgebucht. Neue Einblicke ins Gelände gibt es nur, wenn der Betreiber weitere Führungen oder Veranstaltungen ankündigt. Prüfe diese Seiten vor Deinem Besuch.

Mehr Orientierung findest Du auf unserer Seite zum Spreepark Plänterwald und im Stadtteilguide Plänterwald. Eine direkte Kartenansicht zum Eingang Pionierweg öffnet Google Maps.

Weiter auf Entdeckungstour

Im vorherigen Teil besuchst Du das Späth-Arboretum in Baumschulenweg. Alle veröffentlichten Stationen findest Du in unserer Übersicht Hidden Places in Treptow-Köpenick.

Quellen und aktueller Stand

Stand der Projektangaben: 26. September 2026. Fotos: Köpenick Info, 12. Juli 2026.


Weiter in der Hidden-Places-Reihe

Teil 6 von 6: Vom Kulturpark und seinem Riesenrad zum neuen Park für Kunst, Kultur und Natur.

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