Auf einen Blick
Worum es geht
Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude am Bahnhof Schöneweide soll saniert und durch einen neuen Zugang ergänzt werden. Dazu kommen Vorplatz, Tunnelrückbau und neue Fahrradabstellanlagen.
Rubrik
Nachrichten, Urbanes, Verkehr
Veröffentlicht
30.09.2026
Mit dem Rad
Für Radthemen lohnt der Blick auf Route, Abstellmöglichkeit und aktuelle Baustellen im Umfeld.
Am Bahnhof Schöneweide soll nach den großen Arbeiten an Gleisen, Straßenbahn und Umfeld auch das historische Empfangsgebäude eine neue Rolle bekommen. Geplant sind seine Sanierung und ein neuer Zugangsbau, der den Bahnhof besser von beiden Seiten erschließen soll.
Altbau bleibt, neuer Zugang kommt hinzu
Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude von 1886 soll erhalten und saniert werden. Nach den veröffentlichten Planungen soll ein Neubau die Verbindung zu den Bahnsteigen herstellen. Vorgesehen ist eine durchgehende Erschließung zwischen Ost- und Westseite; auch der Zugang durch das historische Gebäude soll wieder nutzbar werden.
Die zuletzt veröffentlichten Visualisierungen zeigen den grundsätzlichen Entwurf. Sie sind noch kein fertiger Bauplan: Nutzung, Bauablauf und verbindlicher Gesamttermin können sich im weiteren Verfahren ändern.
Der Bahnhof aus der Luft um 1920
Die historische Luftaufnahme zeigt den Bahnhof Schöneweide, die weitläufigen Gleisanlagen und das damals stark industriell geprägte Umfeld. Sie macht sichtbar, wie lange der Standort bereits als Verkehrs- und Güterknoten funktioniert.
Historische Aufnahme um 1920: U.S. National Archives and Records Administration / Wikimedia Commons, gemeinfrei; für das Web verkleinert.
Mehrere Projekte greifen ineinander
Rund um den Bahnhof laufen mehrere Vorhaben parallel. Der Vorplatz am Cajamarca-Platz soll neu geordnet werden. Der alte Fußgängertunnel unter der Michael-Brückner-Straße wird teilweise zurückgebaut. Vier Glasmosaike des Künstlers Klaus Roenspieß sollen dabei gesichert und wiederhergestellt werden.
Zusätzlich entstehen zwei Fahrradabstellanlagen mit insgesamt 1.136 Stellplätzen. infraVelo nennt für die Fertigstellung der Anlagen das vierte Quartal 2026 und für die Inbetriebnahme nach der Abnahme das erste Quartal 2027.
Was noch offen ist
Für den Umbau des Empfangsgebäudes gibt es bislang keinen verbindlichen Gesamttermin. Auch die konkrete Nutzung möglicher Gewerbeflächen ist noch nicht festgelegt. Entscheidend ist, dass Bahn, Bezirk, BVG und infraVelo ihre Vorhaben zeitlich und räumlich aufeinander abstimmen.
Weitere Entwicklungen werden wir ergänzen, sobald belastbare Termine oder Bauabschnitte veröffentlicht sind.
