Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit befindet sich in einem fast vollständig erhaltenen Zwangsarbeitslager in Niederschöneweide. Das ab 1943 errichtete Lager umfasste 13 Unterkunftsbaracken und eine Wirtschaftsbaracke; heute machen Ausstellungen und erhaltene Räume den Alltag der Verschleppten sichtbar.
Historischer Ort
Das Lager war für 2.160 Menschen geplant. Hier lebten zivile Zwangsarbeiter, italienische Militärinternierte und andere Verfolgte, die vor allem in den Industriebetrieben Schöneweides arbeiten mussten.
Ausstellungen
Die Dauerausstellung „Alltag Zwangsarbeit 1938–1945“ verbindet Biografien, Dokumente und Objekte. Eine weitere Ausstellung behandelt die Geschichte italienischer Militärinternierter.
Baracke 13
Das kaum umgebaute Gebäude bewahrt Spuren der Unterbringung, darunter Inschriften. Baracke 13 ist nur im Rahmen einer Führung oder an besonderen Öffnungstagen zugänglich.
Mit dem Rad
Von S Schöneweide sind es nur wenige Minuten über Schnellerstraße und Britzer Straße. Eine thematische Runde führt weiter zu den Industrieorten an der Spree und zur Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche.
Für den Besuch Zeit einplanen
Der Ort erklärt Zwangsarbeit nicht abstrakt, sondern an erhaltenen Gebäuden und individuellen Lebensgeschichten. Für Dauerausstellung und Gelände solltest Du mindestens eine Stunde einplanen; eine Führung erschließt zusätzlich Baracke 13. Öffnungszeiten, Führungen und barrierefreie Multimedia-Angebote stehen aktuell auf der Website des Zentrums.
Offizielle Informationen: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
