Der Fischerkietz ist der am besten erhaltene Rest des alten Köpenicker Fischerdorfs. Die schmale Straße Kietz folgt dem Ostufer der Dahme gegenüber der Schlossinsel; kleine Häuser, Hofzufahrten und frühere Wassergassen zeigen noch die Struktur der einstigen Dienstsiedlung.
Geschichte
Der Kietz entstand im 13. Jahrhundert, nachdem die slawische Bevölkerung die Schlossinsel verlassen musste. Überliefert sind 31 Hausstellen; Fischereirechte und kurze Zugänge zum Wasser bestimmten den Alltag bis weit ins 19. Jahrhundert.
Was Du heute siehst
Die eingeschossigen Häuser, steilen Dächer und unregelmäßigen Grundstücke unterscheiden den Kietz deutlich von der nahen Altstadt. Zwischen einzelnen Häusern lassen sich noch die schmalen Wege erkennen, die früher zur Dahme führten.
Mit dem Rad
Vom Schlossplatz erreichst Du den Kietz über Müggelheimer Straße und Kietzer Straße. Das Kopfsteinpflaster ist holprig; für die Weiterfahrt eignen sich Landjägerstraße und der Dahmeweg Richtung Wendenschloss.
Gute Verbindung
Schlossinsel, Frauentog, Heimatmuseum und Luisenhain liegen nur wenige Minuten entfernt. So wird aus dem kurzen Kietzbesuch eine kompakte Runde durch die ältesten Siedlungskerne Köpenicks.
Der entscheidende Blick
Gehe bis an das südliche Ende der Straße und schaue zurück Richtung Schlosskirche. Erst aus dieser Perspektive wird verständlich, wie eng Fischersiedlung, Burg und Wasserweg zusammengehörten. Die Häuser sind bewohnt; Höfe und private Uferzugänge bleiben privat.
Offizielle Informationen: Denkmalschutz Treptow-Köpenick
