Auf einen Blick
Lage
Alt-Treptow
Alt-Treptow 1, 12435 Berlin
Das macht den Ort aus
Großer Refraktor von 1896
21 Meter Brennweite und rund 130 Tonnen
Museum, Kleinplanetarium und Einstein-Saal
älteste und größte Volkssternwarte Deutschlands
Vor Ort
Beobachtungen, Vorträge und Planetariumsprogramme haben feste Termine. Das Museum zur Himmelskunde ist nach Angaben der Stiftung kostenfrei.
Mit dem Rad
Vom S-Bahnhof Treptower Park führen die Parkwege zur Sternwarte. Gut kombinierbar mit Rosengarten, Haus Zenner und Insel der Jugend; an gut besuchten Tagen langsam fahren.
Die Himmelskanone im Treptower Park
Zwischen den alten Bäumen des Treptower Parks steht ein Berliner Technikdenkmal von Weltrang: der Große Refraktor der Archenhold-Sternwarte. Das 1896 gebaute Fernrohr besitzt 21 Meter Brennweite, wiegt rund 130 Tonnen und gilt als längstes voll bewegliches Linsenfernrohr der Welt. Seine ungewöhnliche Form brachte ihm den Berliner Spitznamen Himmelskanone ein.
Die Sternwarte ist kein Ort, den Du nur von außen ansehen musst. Zum Haus gehören das Museum zur Himmelskunde, ein Kleinplanetarium, der historische Einstein-Saal und mehrere Instrumente für die Himmelsbeobachtung. Beobachtungen, Vorträge und Planetariumsprogramme finden zu festen Terminen statt; das aktuelle Programm steht bei der Stiftung Planetarium Berlin.
Vier Ansichten der Sternwarte
Von der Gewerbeausstellung zur Volkssternwarte
Friedrich Simon Archenhold ließ das Riesenfernrohr für die Berliner Gewerbeausstellung von 1896 bauen. Nach dem Ende der Ausstellung fehlte das Geld für den Abbau. Das Instrument durfte im Treptower Park bleiben und wurde zur Keimzelle der Sternwarte. Der heutige neoklassizistische Hauptbau nach Plänen von Konrad Reimer und Friedrich Körte wurde 1909 eröffnet.
Am 2. Juni 1915 hielt Albert Einstein im großen Vortragssaal seinen ersten öffentlichen Berliner Vortrag über die Relativitätstheorie. Der Saal trägt heute seinen Namen. Zur Geschichte gehört auch die Verfolgung der jüdischen Familie Archenhold nach 1933: Die Familie wurde aus der Sternwarte verdrängt; Alice und Hilde Archenhold wurden im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet.
Eine gute Runde mit dem Rad
Vom S-Bahnhof Treptower Park erreichst Du die Sternwarte über die Wege im Treptower Park. Für eine abwechslungsreiche Runde lassen sich der Rosengarten, das Haus Zenner und die Insel der Jugend verbinden. Die Wege sind flach, an sonnigen Wochenenden aber stark besucht. Plane für den Besuch der Ausstellung einen sicheren Platz für Dein Rad ein.
Besuch planen
Das Museum zur Himmelskunde ist nach Angaben der Stiftung kostenfrei. Für Beobachtungen, Vorträge, Führungen und Planetariumsveranstaltungen gelten eigene Zeiten und teilweise Tickets. Prüfe deshalb vor der Fahrt das aktuelle Programm.



