Sieben Katastrophenschutz-Leuchttürme in Treptow-Köpenick

Radio, Taschenlampe, Batterien, Powerbank, Wasserflasche und Dokumentenmappe zur Krisenvorsorge
Ein Weg, den man hoffentlich nie braucht – aber vorher kennen sollte: Treptow-Köpenick führt derzeit sieben Katastrophenschutz-Leuchttürme. Diese Orte sind Not-Anlaufstellen für größere Gefahrenlagen. Sie sind jedoch nicht dauerhaft geöffnet und auch keine gewöhnlichen Beratungsstellen.Erst wenn das Bezirksamt einen Standort aktiviert und die Öffnung bekanntgibt, nimmt er seine besondere Aufgabe auf. Dann werden dort Informationen zur aktuellen Lage weitergegeben. Fallen Telefon und Mobilfunk aus, können außerdem Notfallmeldungen aufgenommen und an die Einsatzbehörden weitergeleitet werden.

7 Standorte

So viele Katastrophenschutz-Leuchttürme nennt die aktuelle Bezirksseite und der Flyer mit Stand März 2026.

Nicht ständig offen

Eine Aktivierung erfolgt nur in einer besonderen Gefahrenlage und wird gesondert bekanntgegeben.

Information & Notfallmeldung

Aktivierte Standorte informieren zur Lage und leiten bei ausgefallener Telekommunikation Notfallmeldungen weiter.

2 neue Flyer

Ein allgemeiner Wegweiser und eine Stromausfall-Checkliste bündeln die wichtigsten Hinweise zum Ausdrucken.

Neue Flyer sollen bei der Krisenvorsorge helfen

Am 29. Juli 2026 hat das Bezirksamt zwei neue Informationsflyer vorgestellt. Der allgemeine Wegweiser „Bevölkerungsschutz kompakt“ behandelt unter anderem Vorräte, Hausapotheke, Notfallgepäck, Warnsignale, Hitze, Sturm, Starkregen, Chemieunfälle und Nachbarschaftshilfe. Ein zweiter Flyer konzentriert sich auf länger andauernde Stromausfälle.

Die Druckfassungen selbst tragen den Stand März 2026. Sie liegen nach Angaben des Bezirksamts kostenfrei in Rathäusern, Dienstgebäuden, KIEZKLUBs, Stadtbibliotheken und weiteren öffentlichen Einrichtungen aus. Zusätzlich gibt es beide Dokumente als Download. Der praktische Gedanke dahinter: Eine ausgedruckte Übersicht bleibt verfügbar, wenn Handy, Internet oder WLAN nicht funktionieren.

Was ist ein Katastrophenschutz-Leuchtturm?

Katastrophenschutz-Leuchttürme sind vorgesehene Not-Anlaufstellen für die Bevölkerung. Ein möglicher Anlass ist ein langanhaltender, großflächiger Stromausfall, der Kommunikation oder Versorgung erheblich einschränkt. Auch schwere Unwetter, Überschwemmungen, Großbrände, extreme Hitze oder Kälte sowie Chemieunfälle können größere Gefahrenlagen auslösen.

Nach der Aktivierung haben die Leuchttürme laut Bezirksamt zwei klar beschriebene Kernaufgaben:

  • lagebezogene Informationen an die Bevölkerung weitergeben,
  • bei Ausfall von Telefon und Mobilfunk Notfallmeldungen aufnehmen und an die Einsatzbehörden weiterleiten.

Nicht zugesagt sind dagegen eine dauerhafte Besetzung, Lademöglichkeiten, Lebensmittel- oder Trinkwasserausgabe, Unterkunft oder medizinische Regelversorgung. Solche Leistungen sollten deshalb nicht vorausgesetzt werden.

Die sieben Standorte in Treptow-Köpenick

Die Zuordnung folgt dem amtlich genannten Einzugsgebiet. Sie ist nicht automatisch mit dem räumlich nächstgelegenen Gebäude gleichzusetzen.

KIEZKLUB Rahnsdorf

Adresse:
Fürstenwalder Allee 362
12589 Berlin

Amtliches Einzugsgebiet:
Rahnsdorf

Kirchengemeindebüro Schmöckwitz

Adresse:
Alt Schmöckwitz 1
12527 Berlin

Amtliches Einzugsgebiet:
Schmöckwitz

KIEZKLUB Allende

Adresse:
Salvador-Allende-Straße 89
12559 Berlin

Amtliches Einzugsgebiet:
Köpenick-Nord, Dammvorstadt, Allende-Viertel, Altstadt Köpenick, Friedrichshagen und Köpenick-Süd

Dorfklub Alte Schule

Adresse:
Alt-Müggelheim 21
12559 Berlin

Amtliches Einzugsgebiet:
Müggelheim

Alle sieben Standorte auf der Karte

Die Übersicht zeigt die sieben amtlich genannten Anlaufstellen im Bezirk. Klicke auf einen nummerierten Standort oder auf die Adressliste, um direkt zur Beschreibung zu springen. Wichtig bleibt: Die Karte zeigt vorgesehene Orte – ob ein Leuchtturm tatsächlich geöffnet ist, wird im Gefahrenfall gesondert bekanntgegeben.

Koordinaten: amtliche Berliner Hauskoordinaten, Qualität A. Kartendaten nach dem Laden: OpenStreetMap-Mitwirkende. Koordinatenquelle · Amtliche Standortkarte.

Wie erfährst Du von einer Gefahrenlage?

Für amtliche Warnungen nennt der Bezirk insbesondere die Warn-Apps NINA und KATWARN sowie Cell Broadcast. Je nach Lage kommen außerdem Rundfunk, Fernsehen, Anzeigetafeln, Lautsprecherdurchsagen und Hinweise von Polizei, Feuerwehr oder Hilfsorganisationen zum Einsatz.

Wenn eine Sirene einen einminütigen auf- und abschwellenden Warnton ausgibt, solltest Du Ruhe bewahren und amtliche Informationen abrufen. Ein einminütiger gleichbleibender Ton bedeutet Entwarnung. Entscheidend sind immer die konkreten Hinweise der zuständigen Behörden.

Was Du für einen Stromausfall vorbereiten kannst

Die neue Stromausfall-Checkliste des Bezirks empfiehlt unter anderem einen Vorrat für zehn Tage. Genannt werden mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Person und Tag sowie haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und regelmäßig benötigte Medikamente.

Darüber hinaus gehören laut Flyer eine Taschenlampe, Ersatzbatterien, ein batterie-, solar- oder kurbelbetriebenes Radio, eine geladene Powerbank, Bargeld, wichtige Dokumente, warme Kleidung und Decken zur sinnvollen Vorsorge. Campingkocher und Brennmaterial dürfen nicht in geschlossenen Räumen benutzt werden. Gasbetriebene Heiz- und Lichtquellen sowie Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt bleiben.

Fällt zu Hause der Strom aus, prüfe zunächst, ob nur der eigene Haushalt betroffen ist. Bei einer größeren Störung helfen ein Radio als Informationsquelle, sparsam genutzte Vorräte und verlässliche Nachbarschaftshilfe. Für besonders schutzbedürftige Menschen verweist der Bezirk außerdem auf das Notfallregister.

Vorher orientieren – nicht erst im Ernstfall

Die Karte oben zeigt die sieben Standorte in einer gemeinsamen Übersicht. Die amtliche Standortseite bleibt die verbindliche Quelle. Für die allgemeine Einordnung der Kieze hilft ergänzend die Köpenick-Info-Standortkarte. Wenn Du den für Deinen Kiez genannten Ort bei einer normalen Alltagsfahrt mit dem Rad einmal verortest, musst Du ihn bei ausgefallenem Mobilfunk nicht erst suchen.

Im Ereignisfall gilt trotzdem: nicht blind losfahren. Warnungen, Sperrungen und Anweisungen der Einsatzkräfte haben Vorrang vor der gewohnten Route.

Der Servicebereich von Köpenick Info bündelt weitere lokale Orientierung. Die verbindliche Information zur Aktivierung und zur aktuellen Gefahrenlage kommt jedoch immer von den zuständigen Behörden.

Häufige Fragen

Wie viele Katastrophenschutz-Leuchttürme gibt es in Treptow-Köpenick?

Der Bezirk führt derzeit sieben Standorte auf. Sowohl die aktuelle Standortseite als auch beide Flyer mit Stand März 2026 nennen dieselben sieben Adressen.

Sind die Katastrophenschutz-Leuchttürme ständig geöffnet?

Nein. Sie werden erst in einer besonderen Gefahrenlage aktiviert. Das Bezirksamt gibt eine Öffnung gesondert bekannt.

Welche Hilfe gibt es dort?

Aktivierte Leuchttürme geben Informationen zur Lage weiter. Wenn Telefon und Mobilfunk ausgefallen sind, können sie Notfallmeldungen aufnehmen und an die Einsatzbehörden übermitteln.

Ersetzen die Leuchttürme die eigene Notfallvorsorge?

Nein. Das Bezirksamt weist ausdrücklich darauf hin, dass persönliche Vorsorge weiterhin notwendig ist.

Flyer und amtliche Quellen