Der Peter-Behrens-Bau an der Ostendstraße ist das markanteste Einzelgebäude der Schöneweider Industriearchitektur. Peter Behrens entwarf die 1916 und 1917 errichtete Automobilfabrik für die Nationale Automobil-Gesellschaft; der rund 70 Meter hohe Turm ist weithin sichtbar.
Geschichte
Die NAG gehörte zum AEG-Konzern und ließ hier Automobile und Nutzfahrzeuge bauen. Später nutzten AEG und DDR-Betriebe den Komplex. Seine Größe zeigt, welche industrielle Bedeutung Oberschöneweide im frühen 20. Jahrhundert hatte.
Architektur
Der Turm, die strenge Gliederung und der monumentale Fabrikblock verbinden Repräsentation mit Produktion. Der Bau wirkt nicht wie eine beiläufige Werkhalle, sondern wie das sichtbare Zeichen eines modernen Industriekonzerns.
Mit dem Rad
Du erreichst den Bau über Ostendstraße und Wilhelminenhofstraße. Kombiniere ihn mit Behrens-Ufer, Rathenau-Hallen und HTW-Campus; auf den Straßenbahngleisen und an Werkseinfahrten fährst Du aufmerksam.
Zugang
Der Peter-Behrens-Bau ist kein regulär geöffnetes Museum. Fassaden und Turm siehst Du vom öffentlichen Straßenraum; Innenbereiche betrittst Du nur bei angekündigten Führungen, Veranstaltungen oder mit Erlaubnis.
Der Turm über dem Industrieband
Von der Ostendstraße erkennst Du Proportionen und Turm am besten. Danach lohnt die Weiterfahrt westwärts durch die Wilhelminenhofstraße: Die wechselnden Fabrikfassaden erklären, warum der Behrens-Bau nicht isoliert steht, sondern den östlichen Abschluss eines mehr als zwei Kilometer langen Industriebandes bildet.
Offizielle Informationen: Bezirksamt: Peter-Behrens-Bau
