Neu-Venedig ist eine Wassergrundstückssiedlung in Rahnsdorf mit rund fünf Kilometern künstlich angelegter Kanäle. Die Anlage entstand ab 1926 auf feuchten Spreewiesen; sechs Inseln, zehn Straßenbrücken und drei Fußgängerbrücken geben ihr bis heute die besondere Struktur.
Geschichte
Die Kolonie wurde in den 1920er Jahren als Wassersport- und Wochenendsiedlung angelegt. Aus Wiesen und Moorflächen entstand ein dichtes Grabennetz, das die Müggelspree mit Grundstücken und Bootsliegeplätzen verbindet.
Was Du sehen kannst
Die Kanäle liegen überwiegend zwischen privaten Grundstücken. Öffentliche Eindrücke bekommst Du von den Brücken und Straßen, besonders rund um Rialtoring und Lagunenweg. Gärten und Stege selbst sind kein öffentlicher Besichtigungsraum.
Mit dem Rad
Die flachen Straßen eignen sich für eine langsame Runde, sind aber schmal und werden von Anwohnern genutzt. Für die Weiterfahrt bieten sich Müggelspree, Dorfkern Rahnsdorf und Dämeritzsee an; am Bahnhof Rahnsdorf beginnt die Woltersdorfer Straßenbahn.
Auf dem Wasser
Vom Paddelboot wirkt das Kanalnetz anders als von der Straße. Engstellen, Privatstege und niedrige Brücken verlangen Rücksicht. Einsetzen darfst Du nur an dafür geeigneten und erlaubten Stellen, nicht auf privaten Grundstücken.
Wohngebiet statt Freilichtmuseum
Neu-Venedig lebt von seiner ungewöhnlichen Wasserstruktur, bleibt aber ein bewohntes Quartier. Fahre langsam, halte Zufahrten frei und fotografiere von öffentlichen Wegen. Eine gute Radrunde verbindet die Kanäle mit Hessenwinkel, Dämeritzsee und dem alten Fischerdorf Rahnsdorf, statt jede Stichstraße abzufahren.
Offizielle Informationen: Bezirksamt: Bezirksregionenprofil Rahnsdorf
