Bootfahren so beliebt wie nie
Das Bootfahren ist in Berlin und Brandenburg zum Freizeittrend Nummer 1 geworden. Pandemie und Weltkrise lassen viele Menschen auf diese attraktive Freizeitmöglichkeit umschwenken. Liegeplätze waren, zumindest in Berlin, schon immer knapp und die Situation wird nicht besser. Die Wasserschutzpolizei rüstet sich für die kommende Wassersportsaison und wird ihre Kontrollen deutlich verstärken. Viele Freizeitkapitäne gefährden durch rücksichtsloses Verhalten den immer dichter werdenden Wasserverkehr.
Trend Bootfahren: Zahl der Freizeitkapitäne steigt rasant

Kein Wunder, denn die Seen und Flüsse der Berlin-Brandenburger-Wasserwelt sind größtenteils sauber, wirklich wunderschön und bieten mediterranes Urlaubsflair.
Doch während die Berliner das Wasser für sich entdecken, treibt es der Wasserschutzpolizei und dem Wasserschifffahrtsamt die Sorgenfalten ins Seemannsgesicht.
Kaum Liegeplätze verfügbar – Wartelisten erfordern viel Geduld

Bootssportverbände und Bootshäuser berichten, dass es mittlerweile Jahre dauern kann, bis man einen passenden Liegeplatz ergattert. Es empfiehlt sich, sich schon vor dem Bootskauf um einen geeigneten Liegeplatz zu kümmern.
Etwas entspannter sieht es in Brandenburg aus. Insbesondere vor dem Hintergrund der Tagebau-Renaturierung wird die Brandenburger Seen- und Flusslandschaft jedes Jahr größer. So schließt beispielsweise südlich von Schmöckwitz das Dahme-Seenland mit mehr als 70 Seen, 80 Kilometer Wasserstraße über die Dahme, zahlreichen Kanäle und Fließen an.
Warten auf den Sportbootführerschein (SBF)

Zu den Zeiten, in denen Prüfungen möglich waren, kamen die Prüfungsausschüsse kaum damit hinterher, ausreichend Termine unter Corona-Bedingungen anzubieten. Die Nachfrage war schlichtweg noch höher, als die Zahl der Absolventen tatsächlich ist.
Wasserschutzpolizei: Mehr Kontrollen & empfindliche Bußgelder

Nicht für alle Boote ist ein Führerschein notwendig. Wer ein Sportboot mit mehr als 15 PS führen möchte, benötigt einen Sportbootführerschein (SBF). Es gibt aber auch Bootsverleihe, die Flöße, Hausboote und Motorboote mit unter 15 PS vermieten. Hier ist kein Sportbootführerschein erforderlich.
Das wiederum macht der Wasserschutzpolizei sowohl in Berlin als auch in Brandenburg Sorgen. Beide kündigen für die kommende Saison deutlich mehr Kontrollen an. Häufige Verstöße der Wassersportler und Freizeitkapitäne seien die Missachtung von Geschwindigkeits- und Vorfahrtsregeln sowie übermäßiger Alkoholkonsum. Dazu gehörten auch unzulässiges Festmachen am Ufer oder Befahren von Schilfgürteln. Die Polizei meldete im vergangenen Jahr doppelt so viele Verstöße wie im Jahr zuvor.
Freizeittrend – Bootfahren boomt in Berlin Brandenburg Kaum Liegeplätze, Wasserschutzpolizei im Dauereinsatz, starker Wassertourismus

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