Das Café Liebig ist kein beliebiges Ausflugscafé, sondern ein erhaltenes Stück Grünauer Gaststättengeschichte. Otto Kerger eröffnete hier 1870 ein Kaffeehaus; Jugendstil-Ausstattung, Spiegelsäulen, Holzbüfett und die Registrierkasse von 1898 erinnern noch heute an diese Zeit.
Geschichte
Paul und Anna Liebig übernahmen das Kaffeehaus 1903. Nach dem Ersten Weltkrieg gestalteten sie es im Jugendstil neu. Ab den 1950er Jahren führte die HO den Betrieb, ein Mitglied der Familie Liebig blieb jedoch beteiligt.
Was Du siehst
Zum historischen Bestand gehören Glasornamente, Spiegelsäulen, Deckenleuchter, ein mächtiges Holzbüfett und die alte Registrierkasse. Gerade der Innenraum macht den Unterschied zu einem modernen Café aus.
Mit dem Rad
Das Café liegt an der Regattastraße zwischen Fähranleger und Regattatribüne. Von der F12 sind es nur wenige Minuten; für eine längere Runde folgst Du danach dem Dahmeweg Richtung Strandbad und Bammelecke.
Vor dem Besuch
Öffnungszeiten und Reservierung ändern sich eher als die Baugeschichte. Prüfe deshalb direkt beim Café, ob geöffnet ist und ob für Deinen Termin ein Tisch nötig ist. Das gilt besonders für Wochenenden und Gruppen.
Warum sich der Innenraum lohnt
Von außen wirkt das Haus vergleichsweise zurückhaltend. Die eigentliche Besonderheit liegt in der über viele Jahrzehnte erhaltenen Ausstattung. Verbinde den Besuch mit den ehemaligen Ausflugslokalen Riviera und Gesellschaftshaus: So wird sichtbar, wie stark Gastronomie und Wassersport das alte Grünau geprägt haben.
Offizielle Informationen: Café Liebig: Geschichte des Hauses
