Der Altglienicker Wasserturm wirkt mit Zinnen, Erkern und rotem Backstein eher wie eine kleine Burg. Heinrich Scheven entwarf den 46 Meter hohen Turm, der 1905 und 1906 gebaut wurde und Altglienicke bis 1956 mit Wasser versorgte.
Geschichte
Mit dem Wachstum Altglienickes brauchte der Ort eine moderne Wasserversorgung. Der Hochbehälter fasste 600 Kubikmeter und erzeugte den nötigen Leitungsdruck. 1956 endete die Nutzung als Wasserturm.
Architektur
Die neugotische Gestaltung mit burgartigen Details verdeckt den technischen Zweck des Bauwerks. Gerade dieser Gegensatz macht den Turm zu einer weithin sichtbaren Landmarke und zu einem der markantesten Baudenkmale Altglienickes.
Mit dem Rad
Du erreichst die Schirnerstraße von den S-Bahnhöfen Altglienicke oder Grünbergallee. Verbinde den Turm mit Dorfkirche Altglienicke, Gartenstadt Falkenberg oder Dorfplatz Bohnsdorf zu einer Runde durch den Südwesten des Bezirks.
Besichtigung
Der Turm ist von öffentlichen Straßen gut zu sehen, aber kein ständig geöffneter Aussichtsturm. Innenbesichtigungen sind nur bei ausdrücklich angekündigten Terminen möglich; das Grundstück wird ansonsten nicht betreten.
Technik im Gewand einer Ritterburg
Nimm Dir einen Moment für die Details am Turmkopf und den Übergang vom schmalen Schaft zum Behälter. Die kurze Radrunde nach Bohnsdorf zeigt danach mit Dorfkirche und Gartenstadt zwei völlig andere Bauaufgaben aus rund 150 Jahren Ortsentwicklung.
Offizielle Informationen: Bezirksamt: Altglienicker Wasserturm
